Jeder von uns trägt sein Päckchen Ballast mit sich herum. Der eine nur ein ganz kleines, das problemlos in jeder beliebigen Hosentasche verstaut werden kann, der andere schleppt sich fast zu Tode. Mag das Päckchen auch noch so klein sein es wirkt. Es verändert die Dinge, die zukünftig geschehen auf die eine oder andere Art und Weise. Jeder von uns ist im Grunde die Summe all dessen, was uns geschah, geschieht und geschehen wird. Jede Begegnung, jeder Windhauch, jedes Blatt das vom Baum fällt und weitergetragen wird, kann alles und nichts verändern. Manchmal, da erscheinen uns Menschen, Begegnungen, Begebenheiten so unscheinbar, unwichtig sogar unnötig oder lästig. Wir verlieren oder gewinnen. Wir fühlen uns bereichert, inspiriert oder entkräftet. Als hätten wir eine Lektion gelernt oder etwas Wichtiges verloren. Alles ist wichtig. Das Gute wie das weniger Gute. Es macht uns zu dem, das wir waren. Zu dem, das wir sind und zu dem, das wir sein werden. Jeder Schritt hat seine Berechtigung. Einer nach dem anderen. Jedem Schritt haftet ein kleines bisschen Ballast an, der sich stets anpasst und verändert. Er schrumpft und wächst, verändert die Beschaffenheit und Farbe. Bei manchen Schritten ist er federleicht und kaum wahrnehmbar, bei anderen wiederrum bremst er jede Dynamik. Zuweilen jedoch dient er sogar als Katalysator für eine neue Reaktion, die uns weiterbringt. Für einen großen Schritt. Für eine Veränderung, die uns zurück auf unseren Weg lenkt. Ich glaube daran, dass nichts ohne Grund geschieht, dass jede Begebenheit ein winzig kleiner Ausschnitt eines riesengroßen, bunt schillernden Bildes ist das wir noch nicht sehen können.

 

Und bis unser Auge schließlich das sehen wird, was unser Herz bereits fühlt heißt es: Nimm an was dir geschieht. Nimm an und lerne daraus. Aus jedem Menschen, aus jedem Schritt aus jeder Begebenheit. Gestern und heute und morgen und solange dein Rad sich dreht.