Lass los! Werde frei!

Was sind schon Worte? Was sind schon Taten? Was sind schon jene Dinge, die wir sagen aber nicht so meinen? Jene Dinge, die wir tun aber nicht fühlen. Gefühle, die wir nicht benennen wollen und nicht greifen können. Was ist schon wahr? Was Illusion? Was kümmert es mich?

 

Was bedeuten jene bittersüßen Worte, die du zu niemandem außer dir selber sagst und doch mich hast hören lassen? Waren sie wahr? Waren sie wahrhaftig? Was ist schon wahr? Was Illusion? Was kümmert es mich?

 

Was sind schon bedeutungslose Gesten, die du gezeigt hast ohne zu wissen warum? Waren sie echt? Waren sie wirklich? Was ist schon wahr? Was Illusion? Was kümmert es mich?

 

Was sind schon die feinen Linien in deinem Gesicht von denen jede eine andere Geschichte erzählt und deren Worte du mich hast hören lassen? Waren sie ehrlich? Waren sie erfunden? Was ist schon wahr? Was Illusion? Was kümmert es mich?

 

Was sind die unerklärlichen Gefühle, die du auslösen konntest und von denen du behauptet hast, du hättest sie ebenso gespürt? Waren sie aufrichtig? Waren sie gespielt? Was ist schon wahr? Was Illusion? Was kümmert es mich?

 

 

Das hier, das sind meine Worte an das Mädchen, das in dir steckt. Dumm genug, an die Liebe zu glauben und weise genug, diesen Glauben nicht zu verlieren:

 

Du bist mutig. Du bist stark. DU bist verletzlich. Du bist so weit gekommen. Zu weit, um noch umzukehren. Es liegt nicht immer nur an dir! Du trägst nicht immer alle Schuld! Manchmal, da kannst du jemandem nicht helfen. Du kannst nicht jedem helfen! Du sollst auch gar nicht jedem helfen! Bleib bei dir, wenn dies nötig ist! Ruhe in dir! Glaub an dich! Für ein Wunder braucht es mehr als den guten Willen des Einen, Du wirst deines noch bekommen. Hab Geduld! Lass los, du mutiges Mädchen! Lass los! Werde frei!